Die größten Aufräum-Mythen – und warum sie falsch sind
- Pauline Sommer
- 7. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aufräumen ist wie Zähneputzen – es gehört zum Alltag, aber wir finden ständig Ausreden, es zu vermeiden. Dabei kursieren besonders hartnäckige Mythen rund ums Thema Ordnung, die uns eher blockieren als motivieren. Heute räumen wir mit diesen Mythen auf – im wahrsten Sinne des Wortes.
Mythos 1: „Ich habe keine Zeit zum Aufräumen“
Zeitmangel ist das Totschlagargument schlechthin. Aber Hand aufs Herz: Wie oft verbringen wir 15 Minuten damit, auf Instagram zu scrollen – während der Tisch voller Papierkram liegt? Aufräumen muss keine stundenlange Mammutaufgabe sein. Schon fünf Minuten pro Tag können einen riesigen Unterschied machen.
Tipp: Stelle dir einen Timer und räume in dieser Zeit einfach das weg, was geht. Es wird mehr erledigt, als du denkst!
Mythos 2: „Ich brauche das irgendwann nochmal“
Dieser Klassiker bringt unsere Schränke zum Überquellen. Klar, vielleicht brauchst du die Bedienungsanleitung von deinem Staubsauger wirklich nochmal – aber was ist mit dem dritten Korkenzieher, dem kaputten Kabel oder dem T-Shirt von 2009? Die Wahrheit ist: 90 % der Dinge, die wir „vielleicht irgendwann“ brauchen, nutzen wir nie wieder. Wenn etwas seit einem Jahr ungenutzt im Regal liegt, darf es gehen.
Tipp: Viele Bedienungsanleitungen sind heutzutage online verfügbar – oft direkt auf der Website des Herstellers. Überprüfe, ob du die Anleitung deines Staubsaugers digital findest. Wenn ja, kannst du die gedruckte Version ruhigen Gewissens ins Altpapier geben und so Platz schaffen.
Mythos 3: „Minimalismus bedeutet Verzicht“
Viele Menschen glauben, dass Aufräumen und Minimalismus bedeuten, sich alles Schöne zu verbieten. Falsch gedacht! Minimalismus heißt nicht „nichts haben“, sondern „nur das behalten, was dir wirklich wichtig ist“. Es geht darum, dich von Ballast zu befreien – und das schafft Platz für mehr Klarheit, Kreativität und Ruhe. Minimalismus ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Lebensqualität.
Dini Ordnigs-Ufgaben: 3 kleine Schritte mit großer Wirkung
Identifiziere einen Ordnungs-Mythos, an den du glaubst, und hinterfrage ihn
→ Schreib ihn auf und frag dich ehrlich: Stimmt das wirklich – oder ist das nur eine Ausrede?
Wähle eine Aufräum-Methode, die für dich funktioniert
→ Ob Marie Kondo, die 5-Minuten-Regel oder das „Eine-Sache-pro-Tag“-Prinzip – Hauptsache, du bleibst dran
Probiere eine neue Ordnungsstrategie für eine Woche aus
→ Nimm dir zum Beispiel jeden Tag eine Schublade oder ein Fach vor. Dokumentiere, wie du dich danach fühlst
Fazit: Aufräumen beginnt im Kopf. Wenn du die alten Glaubenssätze loslässt, fällt es dir plötzlich viel leichter, dich auch von Dingen zu trennen. Fang klein an, bleib ehrlich zu dir selbst – und du wirst sehen, wie viel mehr Leichtigkeit Ordnung bringen kann.